Spenden über PayPal

Touristeninfo

Bitte schaun Sie nicht weg, wenn Sie Tierelend sehen.

Handeln Sie!

 

Tierschützer-Alltag: 

Ein Anruf: „Ich habe da einen Hund gesehen, der hängt an einer kurzen Kette, hat keinen Wetterschutz und sieht halbverhungert aus. Können Sie da nicht etwas unternehmen?“ 

Verständlich und gut, dass halbwegs mitfühlende Menschen bei solch einem Anblick entsetzt sind, nicht wegschauen, und etwas tun möchten. Es ist auch richtig, daß Tierschützer informiert werden, um Hilfestellung zu geben(Telefon Tierschutz La Palma e.V.:(+49) 05741 298747).
Tatsache ist aber, dass die Tierschützer auf La Palma alle Hände voll zu tun haben und so ein akutes Problem ja nicht in fünf Minuten zu lösen ist. Da müssten viele diplomatische Gespräch mit dem Besitzer des Tieres geführt werden. Da müssten Anzeigen gemacht und von einem Amt zum anderen gelaufen werden, um mit viel Beharrlichkeit eventuell ein Eingreifen von offizieller Stelle zu erreichen.  

Tierschutz La Palma e.V. vor Ort, das sind zwei Aufnahmestellen, jede getragen von einer Tierschützerin, fast im Alleingang. In einem Fall hilft eine Einheimische einmal die Woche einen Nachmittag beim Säubern der Gehege, im anderen gibt es einen Helfer, der Tierarzt- und Flughafenfahrten übernimmt. Da die Arbeit ehrenamtlich ist, gehen beide halbtags arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, d.h. die Arbeit mit den Tieren, das läuft „nebenher“. Zusätzlich gibt es noch einige Pflegestellen, die einen oder mehrere Hunde bis zur Vermittlung aufnehmen. 

Aufnahmestelle, was steckt dahinter? Es werden Tiere abgegeben, von Privatpersonen, Polizei, Tierärzten. Die meisten Neuzugänge sind in schlechtem Allgemeinzustand oder krank, unter- oder fehlernährt, voller Flöhe, Zecken und Würmer, manchmal verletzt und immer mehr oder weniger stark verhaltensgestört. Also erst mal Grundversorgung, Flohmittel, Wurmkur, scheren, wenn zu sehr verfilzt, evtl. baden. Charakter abschätzen, in welche bestehende Hundegruppe passt der Neuling, dann integrieren. Hat sich der Allgemeinzustand gebessert sind Impfungen und Kastration dran.  

So schnell wie möglich Fotos machen und Beschreibung abfassen fürs Internet. Häufig kommen Rückfragen der Vermittler aus Deutschland wenn konkrete Anfragen vorliegen, um besser abzuschätzen zu können, ob der Hund zu der jeweiligen Familie passt. Diese Anfragen müssen natürlich umgehend beantwortet werden, damit die Vermittlung nicht ins Stocken kommt. 

Dazu also die tägliche – und das ist wörtlich zu nehmen, 365 Tage im Jahr – Versorgung von 30-40 Hunden pro Aufnahmestelle, füttern, frisches Wasser geben, Häufchen sammeln, Gehege ausspritzen, Streicheleinheiten verteilen und spielen. Die Termine für Impfungen, Floh- und Wurmkuren im Auge behalten, rechtzeitig bemerken, wenn ein Tier sich nicht wohl fühlt und entsprechend reagieren.  

Das ist aber noch lange nicht alles. Futter kaufen, Decken waschen, Abrechnungen machen, mal hier Kastrationen, mal da ein paar Impfungen organisieren. Natürlich kommen immer wieder – meist unangemeldet – Leute, die einen Hund abgeben oder adoptieren wollen. Das Abgeben geht meist recht schnell. Im anderen Fall ist mindestens ein längeres Gespräch nötig, um auszuloten, ob eine Vermittlung zustande kommt.  

So ein Tierschützer-Arbeitstag beginnt in aller Frühe und ist erst spät in der Nacht zu Ende. Das soll jetzt kein Gejammer sein, sondern einfach nur zu besserem Verständnis der Situation führen. 

Deshalb unser Wunsch: Wenn Sie in Ihrem Urlaub – hier auf La Palma, oder auch woanders – einen Missstand entdecken, werden Sie selbst aktiv. Machen Sie zunächst Fotos der „Tatbestandes“. Schreiben Sie an die Inselregierung/die Tourismusbehörde/das Konsulat und bringen Sie Ihr Entsetzen über das Gesehene zum Ausdruck. Solche Briefe, insbesondere wenn Fotos beiliegen, werden sehr ernst genommen, denn Sie sind ja ein zahlender Gast gewesen, der möglichst wiederkommen soll. Was, denken Sie, hinterlässt bei einer offiziellen Stelle einen tieferen Eindruck: wenn voneinander völlig unabhängige Menschen ihr Entsetzen über das im Urlaub gesehene zum Ausdruck bringen, oder wenn immer wieder die selben beiden Tierschützerinnen vorstellig werden?

Adressen für Ihren Protest:

Inselregierung:
Excmo. Cabildo Insular de La Palma
Avenida Marítima, nº 3
38700 Santa Cruz de LaPalma
Teléfono: 922 423 100
Fax: 922 420 030

Tourismusbehörde:
Patronato de Turismo de la Isla de La Palma
att. Sr. Presidente D. Jaime Sicilia Hernández
Avenida Maritima, 34
E-38700 Santa Cruz de La Palma
www.lapalmaturismo.com